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I(njektionslösungen) 4.0

Auf der diesjährigen Achema hat unsere neue Prozessanlage SVP250 LF Premiere. Dr. John Medina, Vertriebsleiter bei der Bosch-Tochter Pharmatec, erläutert, was Messebesucher am Stand erwartet.

 

Herr Medina, was zeichnet die neue SVP 250 LF aus?
Die SVP250 LF ist eine Prozessanlage zur Herstellung von Injektionslösungen, genauer gesagt für Small Volume Parenterals (SVP). Ausgelegt ist sie für kleine Chargen von 15 bis 250 Liter. Besonders wichtig war uns bei der Entwicklung eine größtmögliche Flexibilität für unsere Kunden. Daher ist die Anlage modular aufgebaut: Die Funktionsmodule können je nach Produkt und Prozessanforderung ergänzt oder ausgetauscht werden. Die Basisversion ist mit je einem Ansatz- und einem Lagerbehälter ausgestattet, jedoch lässt sie sich auf bis zu vier Prozessbehälter in unterschiedlichen Größen erweitern.

 

Die Produktion von Injektionslösungen ist sehr kostenintensiv. Inwiefern wurde dies bei der Entwicklung der SVP berücksichtigt?
Es sind vor allem die Wirkstoffe, die Injektionslösungen so kostspielig machen. Daher ist es notwendig, den Produktverlust so gering wie möglich zu halten. Der Produktverlust entsteht insbesondere bei der Wirkstoffzugabe sowie bei der Entleerung und dem Produkttransfer. Diese kritischen Stellen haben wir neu konzipiert. Zum Beispiel haben wir die Behälter so gestaltet, dass wir einen minimalen Produktverlust haben und auch kleinste Batchgrößen verarbeitet werden können.

Ebenso haben für uns Produkt- und Personenschutz höchste Priorität. Für die aseptische Ansatzherstellung ist die SVP250 LF mit einem Modul für eine zweistufige Sterilfiltration zwischen Ansatz- und Lagerbehälter sowie mit einer optionalen Laminar-Flow-Decke ausgestattet. Eine turbulenzarme Luftströmung verhindert, dass Fremdpartikel in den Produktbereich eindringen. Für den Einsatz von hochpotenten Wirkstoffen haben wir die Möglichkeit, eine Containment-Klappe einzusetzen, um allerhöchsten Personenschutz zu gewährleisten.
Der Reinraum ist zudem durch eine integrierte Reinraumwand vollständig vom Technikraum getrennt und bleibt kompakt und gut zugänglich.

 

Industrie 4.0 wird auch in der Pharmaindustrie immer wichtiger. Inwiefern ist die SVP 250 LF dafür gerüstet?
Auf der Achema zeigen wir als Highlight eine exemplarische Vernetzung der SVP Ansatzanlage und einer ALF 5000 Füll- und Verschließmaschine. Bei der Herstellung wird das flüssige Produkt vom Lagerbehälter direkt zur Füllmaschine geleitet. Für einen reibungslosen Transport tauschen beide Maschinen kontinuierlich Daten aus, die für den Bediener visualisiert werden. So lassen sich Maschinenzustände oder Prozessparameter leicht überwachen. Die Folge: eine transparentere Fertigung für eine optimale Produktionsplanung und maximale Auslastung.

 

 

Treffen Sie uns auf der Achema in Frankfurt vom 11. bis 15. Juni in Halle 3.1, Stand C71!

 

Kontakt
John Medina
Sales director Pharmatec
+49 351 28278 689
John.Medina@bosch.com

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