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Extended Technical Trainings für Service-Techniker

Mehr als eine Win-win Situation

„Viele Köche…kochen besser als einer!“ So sollte das bekannte Sprichwort in diesem Fall wohl eher heißen. Denn bei dem neuen Extended Technical Training (ETT) arbeiten der Service, einzelne Bosch-Werke und Kunden erfolgreich zusammen, um Verbesserungspotentiale im Maschinenpark des Kunden zu identifizieren und Servicetechniker unter realen Produktionsbedingungen zu schulen und weiterzubilden – intern im Werk und direkt beim Kunden.

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Alle sechs Bosch-Teilnehmer aus drei Kontinenten, mit Trainern und Mitarbeitern des Unternehmens Maestrani. Foto: Bosch

Wenn Bosch Packaging Technology in Beringen seine Servicetechniker über die Basisausbildung hinaus schulen wollte, gab es bis vor kurzem nur zwei Möglichkeiten: bei Neumaschinenprojekten im Werk oder bei Service-Einsätzen.

 

ETT-Seminare ergänzen Basisausbildung

Tobias Müller, Projektmanager und Trainingskoordinator in Beringen, schwebte ein neues Modell vor: „Unser Ziel ist es, die Trainings regelmäßig und losgelöst vom Neumaschinengeschäft abzuhalten sowie die Inhalte zu standardisieren. Dabei wollen wir mehrere Techniker gleichzeitig ausbilden, damit diese sich untereinander austauschen und vernetzen können. Und das Ganze nicht nur in der Theorie, sondern direkt an den Maschinen eines Kunden.“ Das neue Trainingskonzept baut auf den grundlegenden Service Engineer Pro-Seminaren auf und bereitet die Techniker maschinenspezifisch für spätere Service-Einsätze beim Kunden vor. Die erste Phase der zweiwöchigen Extended Technical Trainings findet in einem Bosch-Werk statt, die zweite Phase bei einem Kunden in der Produktion.

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Die Seminarteilnehmer bei der Vorbereitung der Kundenpräsentation Ihrer Verbesserungsvorschläge bei Maestrani. Foto: Bosch

Die Partner der ersten beiden ETT-Seminare im Oktober 2016 waren die Werke in Beringen und Ampack in Königsbrunn. „Mich hat überzeugt, dass sich die Trainings passgenau auf jedes Werk zuschneiden lassen“, sagt Martin Schrag, Leiter der Trainingsabteilung im Werk Beringen. „Das Grundkonzept ist werksunabhängig angelegt, woraufhin wir zusammen mit den Services-Kollegen die Inhalte speziell auf unsere Maschinen und die Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt haben.“

 

Lernen unter echten Produktionsbedingungen

Die Abschlussphase des Extended Technical Trainings in Beringen fand bei einem langjährigen Kunden, dem Schweizer Schokoladenhersteller Maestrani, statt. Vor Ort erlebten die sechs Teilnehmer von drei Kontinenten an einer Verpackungslinie eine Formatumstellung, die Reinigung und die Bedienung der Maschinen live mit. Im Anschluss untersuchten sie die Maschine auf Verschleiß und Verbesserungsmöglichkeiten und präsentierten dem Kunden ihre Ergebnisse. „Während die Bosch-Techniker direkt in der Produktion an unseren Maschinen lernen, erhalten wir wertvolle Informationen über Verbesserungspotenziale unseres Maschinenparks“, zeigt sich Carsten Engelhardt, Produktionsleiter bei Maestrani, vom Konzept begeistert. „Die Trainings sind ein guter Startpunkt für eine verstärkte zukünftige Zusammenarbeit.“

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Field Service Techniker Paulo Afonso (Mitte) erläutert ein Detail der Verpackungsmaschine bei Maestrani. Foto: Bosch

Die ETT-Seminare, darin sind sich die Beteiligten einig, sollen weitergehen. „Alle Parteien – der Kunde, das Werk, die Teilnehmer und wir – profitieren davon, das ist eine Vierfach-Win-Situation“, so Müllers Fazit. „Daher wäre es von Vorteil, zukünftig mit allen Werken Extended Technical-Trainings anbieten zu können, um mit diesem Konzept nicht nur Nähe zu unseren Werken sondern auch zu unseren Kunden zu gewinnen.“

Kontakt:
Tobias Müller
Projektmanager & Trainingskoordinator
Tobias.Mueller6@bosch.com

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