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Formatvielfalt bei Zweitverpackung leicht gemacht

Secondary packaging

Süßwarenhersteller locken die Verbraucher mit immer neuen Geschmackssorten, Größen und Verpackungen ihrer Produkte. Zum Einsatz kommen dabei Verpackungsanlagen, die sich schnell und leicht auf unterschiedliche Formate umstellen lassen wie beispielsweise der Sigpack TTM aus der neuen Generation von integrierten Toploadern für die Zweitverpackung.

 

Der Verdrängungswettbewerb, der seit Jahren unter Süßwarenherstellern herrscht, hat sich in Deutschland im ersten Halbjahr 2011 nochmals verschärft. Der Versuch, sich mit ganz neuen Produkten gegenüber Mitbewerbern abzugrenzen, führt zu immer kürzeren Produktlebenszyklen. Verstärkt wird dieser Effekt durch verschiedene Produktgrößen, Geschmackssorten und Verpackungen, um den veränderten Bedürfnissen der Verbraucher gerecht zu werden.

 

Der rasche Wandel wirkt sich auch auf die Herstellung aus. Betreibt man für jedes Produktformat eine eigene Produktionslinie, bedeutet das für den Hersteller eine Beschränkung auf wenige Formate bei zugleich hohen Unterhaltskosten. Zudem besteht die Gefahr, dass Linien nicht ausgelastet sind oder die Ware zwischengelagert werden muss, wenn sich das Verhalten der Konsumenten ändert.

 

Neuer Toploader vielfältig einsetzbar

Auf der Interpack 2011 in Düsseldorf hat Bosch Packaging Systems mit dem integrierten Toploader Sigpack TTM eine neue Zweitverpackungsplattform vorgestellt, die eine große Formatvielfalt in sich vereint: Vielfalt bei den Packstilen, beispielsweise Tray mit angehängtem Deckel oder Tray and Hood, Vielfalt bei verarbeitbaren Materialien wie beispielsweise Voll- oder Wellpappe und Vielfalt der zu verpackenden Waren, ob stehende oder liegende Produkte.

 

Möglich machen diese Flexibilität oberseitig aufgehängte Dreiachsroboter, welche die Kartons aufrichten, die Produkte einsetzen und die Kartons verschließen. Der neuartige Schachteltransport positioniert jeden Karton sicher auf einem Wagen und transportiert diesen durch die Anlage. Dabei lassen sich die Abstände zwischen den Wagen individuell einstellen. „In erster Linie wurde der Sigpack TTM für Riegel entwickelt, eignet sich allerdings auch für das Verpacken anderer Produkte“, so Leopold Engel, Produkt Manager Zweitverpackung.

 

 

Qualitätssicherung durch TPM (Total Productive Maintenance)

Bei der Entwicklung der Sigpack TTM hat Bosch Packaging Systems eng mit namhaften Süßwarenherstellern zusammengearbeitet. Dabei flossen auch die Erkenntnisse der Total Productive Maintenance (TPM) in die Konzeption ein. Dieses weit verbreitete Programm zur Qualitätssicherung erleichtert es Unternehmen, Abläufe zu durchleuchten, Schwachpunkte festzustellen und diese zu beseitigen. Dadurch kann die Gesamtanlageneffektivität (Overall Equipment Effectiveness OEE) gesteigert werden.

 

Seitdem Hersteller ihre Produktionsabläufe nach diesen Vorgaben überprüfen, setzt sich die Erkenntnis durch, dass bei hochentwickelten Anlagen Leistungsverluste durch Anlagenfehler oder Qualitätsverluste durch Ausschuss gering sind. Eine Studie des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zeigt, dass 41 Prozent der OEE durch Reinigung und Umrüstung verloren gehen und lediglich drei Prozent durch Ausschuss. Die Verringerung der Umrüstzeiten bewirkt folglich eine deutliche Steigerung der OEE.

 

Die Erkenntnisse der Studie hatten auf die Entwicklung des Sigpack TTM einen großen Einfluss. Durch die Bauweise sind die wichtigen Teile der Maschine leicht zugänglich und jederzeit einsehbar. Außerdem lässt sie sich werkzeuglos umrüsten. Fehler in der Handhabung werden wegen der einfachen und intuitiven Bedienerführung minimiert. Ein Formatwechsel erfolgt in wenigen Minuten.

 

Hygienekonzept aus der Fleischindustrie

Der neue Ansatz bringt außerdem Vorteile für die Reinigung des Systems. Hier folgt der Sigpack TTM einem Hygienekonzept, welches Bosch Packaging Systems für die Tiefkühl- und Fleischindustrie entwickelt hat. Freiräume stellen sicher, dass die wichtigen Bauteile leicht erreichbar sind. Oberflächen sind glatt und zugleich schräg. Dadurch fallen Produkte schnell auf den Boden und lassen sich leicht von dort entfernen. Zudem vereinfacht der weitgehende Verzicht auf Schrauben und Muttern die Reinigung des Sigpack TTM.

 

An der Interpack stellte Bosch Packaging Systems den Sigpack TTM als Teil einer einheitlich konzipierten Riegelverpackungslinie mit einer durchgängigen Benutzerphilosophie vor. Die Standbesucher waren insbesondere von der Flexibilität der Anlage und den schnellen Umstellzeiten beeindruckt. Der erste Sigpack TTM wurde an einen international tätigen Nahrungsmittelkonzern verkauft und geht nun im asiatischen Raum in Betrieb.

 

Mit dem Sigpack TTM bietet Bosch Packaging Systems eine Gesamtanlage, die Flexibilität, leichte Bedienung und hohe Hygienestandards miteinander vereint.

 

Kontakt:

Leopold Engel

Produkt Manager Secondary Packaing

Tel: +41 (0) 58 674 6877

E-mail: leopold.engel@bosch.com

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