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Im Mittelpunkt stehen die Kunden, die Technik und die Mitarbeiter, die dafür verantwortlich sind

Klefenz

Friedbert Klefenz, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Bosch Packaging Technology, blickt zurück auf das Bosch Jubiläumsjahr „125 Jahre Bosch“, spricht über zukünftige Herausforderungen und darüber, warum er die Initiative „Save Food“ der FAO unterstützt.

 

Die Bosch-Gruppe feierte im letzten Jahr ihr 125-jähriges Bestehen und den 150. Geburtstag des Firmengründers Robert Bosch. 2011 blickte Bosch Packaging Technology zudem auf seine 150 Jahre umfassende Verpackungsgeschichte zurück. Diese beginnt 1861 mit der Gründung der Firma Hesser. Heute gehört Bosch Packaging Technology zu den führenden Anbietern von Prozess- und Verpackungstechnik für die Pharma-, Nahrungsmittel- und Süßwarenindustrie.

 

Herr Klefenz, Ihr Unternehmen konnte im letzten Jahr auf 150 Jahre Verpackungsgeschichte zurückblicken. Was ist aus Ihrer Sicht der Schlüssel für lang anhaltenden Erfolg?

Ich denke, der Schlüssel liegt in der Partnerschaft mit den Kunden. Sie können seit Jahrzehnten auf unsere Innovationskraft, technische Kompetenz und Zuverlässigkeit bauen. Im Prinzip versuchen wir vor allem eines, nämlich Versprechen zu halten, wie es auch unser Motto „Verpackt wie versprochen“ ausdrückt. Auch sind wir an der Seite des Kunden und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wir sind dort, wo der Kunde ist. Nicht nur mit Vertrieb und Service sondern auch mit zahlreichen Werken in über 15 Ländern.

 

Und die Zahl Ihrer Standorte steigt weiter. In 2011 haben Sie Hüttlin und Manesty übernommen. Gibt es Pläne für weitere Zukäufe in 2012?

Firmenzukäufe basieren in erster Linie auf unserer Strategie der Diversifizierung und Internationalisierung. Schon in frühen Jahren haben wir unser Portfolio mit Übernahmen ergänzt. So gliederten wir beispielsweise in den 1970ern die Firma Hesser vollständig in die Bosch-Familie ein. Die Übernahme von zum Teil branchenführenden Unternehmen hat sich für uns als sehr vorteilhaft erwiesen. Für die Zukunft hält Bosch rund um den Globus Ausschau nach passenden Übernahmegelegenheiten, mit welchen wir das Unternehmen ergänzen können. Wir wollen wachsen, bei der regionalen Marktabdeckung und beim Portfolio, das sich an der Wertschöpfungskette des Kunden orientiert.

 

Welchen Rat würden Sie heute Jungunternehmern im Verpackungsmaschinenbau geben?

Ich würde sagen, setzen Sie ihren Schwerpunkt auf die Kunden, die Technik und die Menschen, die dafür verantwortlich sind, also die Mitarbeiter. Nehmen Sie sich den Satz “Lieber Geld verlieren als das Vertrauen der Kunden“ zu Herzen. Vertrauen ist entscheidend. Die Qualität der Produkte und das Erfüllen von Versprechen müssen wichtiger sein als kurzfristige Umsätze und Gewinne. Ein weiterer Rat ist, Entwicklungen sowohl beim Kunden als auch im Markt rechtzeitig zu erkennen.

 

Bosch Packaging Technology unterstützt die Initiative Save Food der FAO, der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen. Was motiviert Sie dazu?

Die Initiative zeigt einerseits, dass wir nicht nachlassen dürfen, den Hunger in der Welt zu bekämpfen. Anderseits mahnt sie die Menschen in unseren Breitengraden, nicht verschwenderisch mit Nahrungsmitteln und Ressourcen umzugehen. Verpackung spielt in beiden Welten eine wichtige Rolle. Der Einsatz von Verpackungsmaschinen kann Verlustquoten wie auch Verschwendung verringern.

 

Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Herausforderungen für die Verpackungsindustrie in den nächsten zehn Jahren?

Ich denke, es ist die Nachhaltigkeit. Das bedeutet, dass weniger Energie verbraucht wird, weniger Abfall entsteht und dass Packstoffe vollständig und unkompliziert recycelbar sind. In den Entwicklungsländern bedeutet Nachhaltigkeit vordringlich, dass Nahrungsmittelverluste eingedämmt werden. Wollen wir die Situation dort nachhaltig verbessern, müssen jedoch alle an einem Strang ziehen: von den UN-Organisationen, über die lokalen Regierungen, der Landwirtschaft, der Verpackungs- und Nahrungsmittelindustrie bis hin zum lokalen Handel. Ich denke, zukünftig werden für Nahrungsmittel weltweit auch ähnliche Sicherheitsvorschriften gelten wie für die Pharmaindustrie. Die Hersteller müssen sich deshalb rechtzeitig rüsten. Was unsere Branche betrifft, so bin ich überzeugt, dass sich die Konsolidierung, sprich der Zusammenschluss von Firmen, fortsetzt.

 

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Kontakt:
Margit Nuck
Unternehmenskommunikation
Tel: +41 58 674 6228
E-mail: margit.nuck@bosch.com

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